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Ein
Nachmittag bei Dr. Koerner
VON
JOCHEN GUNKEL
EIN INTERVIEW. Durchgeführt
von Dipl. Stom.
Jochen Gunkel , Berlin, als
Nachlese zu einem Workshop auf der ICCMO-Wintertagung 2008 in Würzburg
Weltumseglung, Schmerzkreislauf,
TBS-Impuls: „Wenn ich im Vortrag vor
einem neuen Bild stehe, weiß ich noch nicht, welche Schublade ich aufziehe.
Es gibt immer mehrere
Möglichkeiten…“ Das kalkulierte Risiko in Gestalt des Redners!
Atlasmedizin: Es gibt einen Unterschied
zur herkömmlichen Atlastherapie.
“In
der Ausbildung bei Dr. Arlen wurde die Stellung des Atlas in den
Mittelpunkt der Therapie gerückt. Ich habe gesehen, was ich mir nie
vorstellen konnte, dass man auf die Querfortsätze des Atlas draufdrückt und
sofortige Schmerzfreiheit in anderen Körperregionen eintritt …, bis ich in
kurzer Zeit festgestellt hatte, dass das so nicht stimmen konnte, da ich
oft gar nicht die korrekte Atlasstellung erreicht hatte und trotzdem wurden
Beschwerden besser.“
Und es gab Kollegen, die die
Arlen-Technik mit wenig Erfolg anwendeten. Dr. Koerner
gehörte offenbar nicht zu jenen und musste sich zunehmend mit dem Gedanken
auseinandersetzen, dass „…da noch
etwas anderes sein müsse, das eine Rolle spielt, so etwas wie Energie.“
Das war schwer vorstellbar für den
Ingenieur und pragmatischen Schulmediziner, der bekennt, dass ihm Heiler
und Gurus eher fremd sind. Heute wird die Atlastherapie unter seriösen
Therapeuten als Reflextherapie aufgefasst. Der chiropraktische
Eingriff an der oberen Halswirbelsäule spielt dabei keine bedeutende Rolle:
„Obwohl
ich bestimmt ein guter Techniker bin, habe ich an diese Atlasverschiebung
nie geglaubt. Meine Erfahrungen gehen so weit, dass ich behaupte: man muss
die Patienten bei der Impulsgabe in der Atlasregion gar nicht berühren…“
Dr. Koerner hat
sich in den vergangenen Jahren nach seiner Weltumseglung mit
humankybernetischer Grundlagenforschung beschäftigt, weil alles in der
Natur nach den Gesetzen der Kybernetik funktioniert, also gesteuert und
geregelt wird.
„Und
dabei stellte sich die Frage nach dem Zentrum und das genau ist meine
Marschrichtung gewesen… ich habe es in Würzburg mit dem Jumbo erklärt: Ein
ganz kleiner Chip steuert eine riesige Maschine. Um am Menschen die komplexen
Vorgänge zu verstehen, muss man die gesamte Regelstrecke des Körpers kennen
und daran fehlt es im Medizinstandard.“
Es wird immer mehr aufgeklärt, viele
früher unbekannte Botenstoffe sind heute bekannt und schon spricht man von
unbekannten Signalen, die in der Humankybernetik eine Rolle spielen; Dr. Koerner spricht von amateriellen
Signalen und stellt die Hypothese auf, dass die Fühler, die für eine
perfekte Regulation der komplexen Vorgänge im menschlichen Körper wichtig
sind, in der Peripherie postiert sein müssen und stößt so schlussfolgernd
auf die Endothelzellen.
„Somit
sind für mich die Kapillaren, die Endstrombahnen des Blutes, das Zentrum,
das uns steuert. Der
Schmerzkreislauf ist geschlossen, weil es einerseits den direkten Weg vom Reizort über die Nervenbahnen zum Gehirn gibt und
andererseits über Botenstoffe, wie zum Beispiel Endorphine, ein Signal
rückwärts bis zum Ort der Entstehung verläuft und komplexe Mechanismen
auslöst. In diesem Sinne ist Schmerz zunächst ein Informationssignal, das
im Gehirn ankommt und dann auch ein Steuersignal, das die Vorgänge am Ort
des Geschehens reguliert. Die materiellen Botenstoffe werden gleichzeitig
als amaterielle Signalleitung rückwärts genutzt.
Die Steuerenergie dabei ist eine kleine nicht angreifbare Energie, ... die
steuert über die Quanten und das Wasser.
Vergleichen
kann man diese Vorgänge mit einem Kraftwerk, dessen Leistungskapazität
optimal genutzt werden soll. Der Stromverbrauch wird durch eine
kybernetische Rückkopplung aktuell über das Netzwerk angepasst.“
Das ist auch die eigentliche Überlegung
in der Atlasmedizin.
„Wir
haben es hier mit einem Steuerungsprogramm zu tun, das die klassische
Physik nicht erklären kann.“
Dr. Koerners
Atlasmedizin, die sich als ganzheitliches Behandlungsverfahren versteht,
hat sich sehr schnell (seit 1986) von der Atlastherapie nach Arlen
verabschiedet. Auf die Frage, was den Atlas für therapeutische Eingriffe so
interessant macht, antwortet er:
„Es
ist nicht der Atlas,…, man misst dem Atlas zuviel
Bedeutung bei. Ja, er ist sehr beweglich, hat auch viele Muskeln und viele
Funktionen, die Ausdruck einer Krankheit sein können, aber für mich ist er
ein mechanisches, ein statisches Teil. Entscheidend ist, dass in diesem
Gebiet, eine enge Stelle mit einem Venengeflecht, das bis in den Kopfsinus
hineinreicht, alle Informationen zusammenfließen… Mit dem TBS-Impuls
(temporär brain splitting
impuls) erreiche ich den direkten Zugriff in den
biologischen Regelkreis, er bewirkt, auf der Körperseite, auf der er
erzeugt wird, ein Gefühl der Leichtigkeit. Diese Seite hebt sich, so als ob
die Gravitationskraft diese Körperseite nach oben zieht. Dass sekundär dann
auch noch Schmerzen verschwinden, scheint darauf zu basieren, dass im
Gehirn gewissermaßen Errormeldungen beseitigt werden.
Und dass das keine Einbildung ist, sieht man daran, dass der Impuls
einseitig bzw. halbseitig funktioniert. Das Gehirn wird für eine bestimmte
Zeit gefühlsmäßig geteilt, die linke Seite weiß in dem Moment nicht, was
die rechte macht.“
Zum Beweis erwähnt Dr. Koerner Experimente aus der kalifornischen Reihe.
Und wie wird der TBS-Impuls nun ganz
genau ausgeführt?
„Ich
bringe meinen ganzen Körper energetisch auf Hochtouren, indem ich die
gesamte Rückenmuskulatur extrem anspanne und ich lenke meine Konzentration
auf den Finger, mit dem ich meinen Patient nur leicht im Bereich des
jeweiligen Atlasquerfortsatzes, ca. 2cm unterhalb des Ohrläppchens,
berühre.“
Dazu gehören die Voruntersuchungen, mit
denen Dr. Koerner feststellt, ob die Patienten
auch für seine Therapie empfänglich sind. Kontraindikationen bestehen bei
Menschen mit schwerwiegenden Herzerkrankungen, psychischen Traumen oder
Epilepsie.
Die Wirkungen des TBS-Impulses sind
Schmerzlinderung gegebenenfalls auch Schmerzbefreiung und vor allem Stimmungsaufhellung
und halten ca. eine Woche an. Und dann beginnt die eigentliche Therapie.
„Der
TBS-Impuls ist nur ein einleitendes Bonbon, … für mich als Therapeut
schafft er einen guten Status.“
Danach kommen vor allem Reiki-Techniken
zum Einsatz.
Dr. Koerner
beginnt mit seiner atlasmedizinischen Behandlung dort, wo der
Eigenheilungsprozess des Körpers blockiert ist.
„Und
was ich erreichen möchte ist, dass die Menschen sich wieder auf Dinge
besinnen, die schon durch unsere Vorfahren erfolgreich angewendet wurden,
dass man nicht, wie heute üblich, die Selbstheilung des Körpers ständig
gängelt…dazu gehört, dass ich die Patienten befähige, selbst die Signale
ihres Körpers zu erkennen und zu hinterfragen. Der Schmerz ist eines dieser
Signale, er ist ein Warnsignal, es sagt:
Bitte
kümmere dich um mich!“
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